Fragen zur Immobilienbewertung

Ihre Fragen, unsere Antworten

Die Online-Immobilienbewertung kann nur eine beschränkte Anzahl an Faktoren Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung berücksichtigen. Lassen Sie Ihre Immobilie vor Ort schätzen, kann der Experte hingegen alle Faktoren in die Wertermittlung einfliessen lassen. Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchten, könnte eine ungefähre Online-Immobilienbewertung ausreichen. Eine Vor-Ort-Bewertung ist dann sinnvoll, wenn

  • Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten und den optimalen Verkaufspreis ermitteln wollen.
  • Sie teil einer Erbengemeinschaft sind oder sich scheiden lassen und eine Entscheidungshilfe für das weitere Verfahren der Immobilie benötigen.
  • Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten, aber nicht wissen, ob Sie vorher noch einige Renovierungsarbeiten durchführen sollten, um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen.

Sowohl unsere Online-Immobilienbewertung als auch die Immobilienschätzung vor Ort durch uns sind für Sie zu 100% kostenfrei!

Benötigen Sie eine Wertermittlung für ein Gerichtsverfahren, dann reicht eine normale Immobilienschätzung nicht aus. Für diesen besonderen Fall müssen Sie ein kostenpflichtiges Wertgutachten durch einen akkredierten Schätzer erstellen lassen. Dieses kostet zwischen CHF 1000.- und CHF 3000.- je nach den Besonderheiten der Immobilie.

Zur Wertermittlung einer Immobilie stehen verschiedene Schätzverfahren zur Verfügung. Welches Verfahren zur Anwendung kommt, hängt wesentlich von der Art der Immobilie und ihrer Nutzung ab – etwa ob es sich um eine vermietete Wohnung, ein selbstgenutztes Einfamilienhaus oder eine Gewerbeimmobilie handelt. Jede Immobilie weist spezifische Merkmale auf, die eine differenzierte Bewertung erfordern.

Je nach Ausgangslage wenden Experten eines oder mehrere der folgenden Schätzverfahren an:

Hedonische Schätzung:
Die hedonische Schätzung basiert auf dem Vergleichswertverfahren und gewinnt in der Immobilienbewertung zunehmend an Bedeutung. Dabei wird der Wert einer Immobilie anhand aktueller Transaktionen vergleichbarer Objekte ermittelt. Das Verfahren stützt sich auf umfangreiche Marktdaten und statistische Modelle, wodurch eine hohe Objektivität und Marktnähe gewährleistet werden kann. Die hedonische Schätzung liefert rasch Ergebnisse und eignet sich insbesondere für Standardobjekte wie Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Stockwerkeigentum in der ganzen Schweiz.

Realwertmethode:
Die Realwertmethode ermittelt den sogenannten Substanz- oder Sachwert einer Immobilie. Dieser setzt sich aus dem Landwert des Grundstücks und dem Zeitwert des Gebäudes zusammen. Grundstück und Bauwerk werden dabei separat betrachtet, was die Bewertung transparent und gut nachvollziehbar macht. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für selbstgenutzte Immobilien, historische Gebäude sowie für Gewerbe- und Industrieobjekte, bei denen die Substanz im Vordergrund steht.

Ertragswertverfahren:
Das Ertragswertverfahren wird primär bei Renditeimmobilien angewendet, etwa bei vermieteten Wohnliegenschaften oder Gewerbeimmobilien. Im Fokus stehen die nachhaltig erzielbaren Erträge der Immobilie. Diese werden unter Berücksichtigung eines Kapitalisierungssatzes bewertet, der objekt- und lagespezifische Risiken sowie laufende Aufwendungen widerspiegelt. Das Verfahren eignet sich besonders für Investoren, bei denen die Ertragskraft der Immobilie im Zentrum steht.

Discounted-Cashflow-Methode (DCF):
Die Discounted-Cashflow-Methode ist ein international anerkanntes, dynamisches Bewertungsverfahren. Sie berücksichtigt die künftig erwarteten Zahlungsströme einer Immobilie über einen definierten Zeitraum und diskontiert diese mit einem objektspezifischen Zinssatz auf den heutigen Wert. Die DCF-Methode gilt als Alternative zum Ertragswertverfahren, bietet eine hohe Transparenz und Flexibilität und geniesst insbesondere bei institutionellen Investoren grosse Akzeptanz.

Residualwertverfahren:
Das Residualwertverfahren kommt vor allem bei Entwicklungs- und Neubauprojekten zur Anwendung. Dabei wird vom erwarteten Marktwert der fertig entwickelten Immobilie ausgegangen. Von diesem Wert werden sämtliche Kosten für Bau, Planung, Finanzierung sowie ein angemessener Entwicklergewinn abgezogen. Der verbleibende Betrag stellt den maximal tragbaren Landwert dar. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere für Bauland, Umnutzungsprojekte und Arealentwicklungen und ist ein wichtiges Instrument zur Beurteilung der wirtschaftlichen Machbarkeit von Immobilienprojekten.

Damit wir Ihnen einen Einschätzung abgeben können, benötigen wir die Adresse Ihrer Immobilie sowie einige Eckdaten. E-Mail und Telefonnummer dienen uns zur Kontaktaufnahme mit Ihnen und zur persönlichen Beratung bezüglich Ihrer Immobilie. Alle Angaben werden vertraulich behandelt.